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Dienstag, 3. Dezember 2019

Seberg - Rezension zum Kinofilm

In einer so kulturgetriebenen Stadt wie Berlin zu wohnen ist als Fan von Kristen Stewart und Robert Pattinson einfach wunderbar.. Fast alle Filme laufen hier immer auf irgendeinem Festival. 🙌 Zum einen bedeutet das meist, dass der Film dann vor offiziellem Kinostart gezeigt wird, und zum anderen dass es oftmals auch eine richtige Premiere gibt, zu denen hochkarätige Gäste eingeladen sind.

So hatte ich auch am Wochenende das Vergnügen mir auf dem "Around the World in 14 Films" Kristens neuestes Werk Seberg anzuschauen. Das Festival 'verfolge' ich schon seit vielen Jahren, denn es hat sich darauf spezialisiert, eine Art Best-Of der weltweiten Filmfestivals zusammenzustellen. Letztes Jahr war übrigens High Life einer der Topfilme :) Mittlerweile sind es zwar nicht mehr 14, sondern 28 Filme, aber im Gegensatz zum Berlinale-Programm, bei dem man eigentlich 3 Tage braucht, um es sich durchzulesen, ist das sehr überschaubar :D Außerdem kann man sich recht sicher sein, dass eigentlich immer sehr sehenswerte Filme mit dabei sind - Und sehenswert ist Seberg allemal! 



Da der Film seine Deutschlandpremiere feierte, hat es sich der Regisseur Benedict Andrews nicht nehmen lassen und war persönlich vor Ort, um den Film vorzustellen und im Anschluss auch noch an einem Q&A teilzunehmen. Überwiegend hat er bisher Theateraufführungen inszeniert und war wohl mehrere Jahre in Berlin (u.a. an der Schaubühne!), tätig, weshalb ich ihm sein "It's so special to be in Berlin" sogar abgekauft habe 😀

Benedict Andrews (rechts) redet gerade über den Casting-Prozess

Kommen wir kurz zur Handlung, zu der eigentlich nicht viel gesagt werden muss: 

Hollywood, 1960er Jahre. Die amerikanische Schauspielerin Jean Seberg, die vor allem in Frankreich durch mehrere 'Nouvelle Vague'-Filme zum absoluten Superstar aufgestiegen ist, beschließt nach vielen Jahren in Paris für ihre Karriere zurück nach Hollywood zu ziehen. Auf dem Flug nach LA macht sie Bekanntschaft mit der Black-Power-Party, einer sozialistischen Bewegung in den USA, die sich vor allem für mehr Rechte und Gleichberechtigung der Afro-Amerikaner*innen einsetzte. Fasziniert von deren Anliegen, entscheidet sich Seberg die Organisation mit Spendengeldern zu unterstützen und beginnt außerdem eine Affäre mit einen der Anführern, Hakim Jamal (gespielt von Anthony Mackie). Da die Black Panthers seit vielen Monaten unter Beobachtung durch das FBI stehen, bleiben auch Sebergs Verstrickungen nicht unbemerkt. Abhörungen, Beobachtungen und Aufdeckungen ihres Privatlebens werden Teil von Jeans Alltag. Unwissend und verunsichert wird Jean immer paranoider und sieht sich allmählich in Lebensgefahr. Doch die Spezialeinheit des FBI, greifen zu immer rabiateren und brutalen Methoden...


Selbstverständlich deutet schon der Titel des Films darauf hin, wer hier ganz klar im Mittelpunkt der Geschichte steht: Es ist Jean Seberg, deren Name zwar weltweit bekannt ist, doch deren letzten Jahre bisher kaum behandelt wurden, doch die es auf jeden Fall verdienen, erzählt zu werden! Nach dem Film empfehle ich, sich noch einmal genauer über Jean Seberg zu erkundigen. Natürlich ist man sich bei einem fiktionalen Biopic immer bewusst, dass nicht alles wirklich so passiert ist und dramaturgisch angepasst wurde und so ist es auch bei Seberg (zumindest nach dem Film) ziemlich offensichtlich, welche Charaktere nur erfunden wurden, um eine bestimmte Funktion zu erfüllen. Das wäre von mir eigentlich die größte Kritik am Film, denn einige Charaktere wirken ein wenig zu konstruiert. Aber dennoch verliert der Film trotz vieler Nebenfiguren und -handlungen seine Hauptfigur nie aus den Augen: Es geht um Jean Seberg und ich finde, Benedict Andrews setzt ihr ein würdiges Denkmal. 


Kristen ist einfach eine Top-Besetzung für diese Rolle. Wie der Regisseur im Q&A so schön beschrieben hat, hatte er von Anfang an die vielen Parallelen beider Schauspielerinnen erkannt und fand daher Kristen eine perfekte Wahl: Sie beide wurden mit sehr jungen Jahren zu weltweiten Superstars. Beide zeigten eine Vorliebe für französische Arthouse-Projekte und beide wurden ebenfalls 'Opfer' und regelmäßiges Thema in den Klatschblättern. Natürlich ist das, was Jean Seberg angetan wurde nochmal einige Stufen furchtbarer und zwischen Ereignissen liegen gut 50 Jahre, trotzdem war bzw. ist das Privatleben von Kristen noch immer ein sehr beliebtes Thema, auf dem gerne rumgereitet und - in bester Internetforen-Sprache - gehatet und gejudged wird... Aber zurück zum Film: Kristens Darstellung ist einfach nur toll! Der Zeit geschuldet sehen wir sie durchweg in wirklich wunderschönen Kostümen, die überwiegend aus bunten Kleidern, fancy Sonnenbrillen und einer immer topfrisierten Kurzhaarfrisur bestehen.

Da ist mir erstmal wieder aufgefallen, wie sehr ich Kristen in 'femininen' Outfits vermisse.. 😍 Doch natürlich kann Kristen noch weitaus mehr als nur toll aussehen. Sie zeigt eine unglaubliche Bandbreite an Emotionen, von verführerisch und selbstbewusst bei öffentlichen Auftritten oder Partys bis sehr verletzlich und zerbrechlich in den Szenen, in denen sie langsam den Verstand verliert. Durch die parallelen Erzählstränge von FBI und Jean haben wir als Zuschauer*in einen anderen Blick auf die Geschehnisse, doch trotzdem sind wir emotional ganz bei Jean. Die steigende Angst und Paranoia, die sich bei Jean breitmacht kann Kristen durch kleinste Gesten und Ausdrücke darstellen. Hier möchte ich besonders die allerletzte Einstellung im Film hervorheben (ohne zu spoilern), die sie in Nahaufnahme und ohne Schnitt zeigt und in der wir, nur anhand Kristens Gesicht so viel von ihren inneren Vorgängen ablesen können.. einfach großartig! 

Was mir außerdem sehr gefallen hat, war, dass Kristen ihrer Figur zwar viel eigenes gegeben hat, aber trotzdem einige schöne direkte Bezüge zu Jean gezogen wurde. Den meisten ist sie durch "Á bout de souffle" (Außer Atem) bekannt und so sehen wir in einer Szene, wie ein FBI-Agent sich aus "Recherchezwecke" den Film auf großer Leinwand ansieht. Anstatt der echten Seberg ist aber trotzdem Kristen zu sehen:

(Die Szene ist auch schon im Trailer, also ist es kein wirklicher Spoiler 😉)


Wie bereits in unserem Festivalbericht erläutert, hatte der Film schon einige Premieren auf sehr renommierten Festivals. Dafür hatte ich bereits einige Kritiken gelesen, die ja eher gemischt bis negativ waren. Da ich mich von Kritiken recht schnell beeinflussen lasse, hab ich im Vorfeld meine Erwartungen ein wenig runtergeschraubt, doch ich muss sagen, dass es doch ein ziemlich sehenswerter und spannender Film war. Ich finde, dass es Jean Seberg auf jeden Fall verdient hat, gesehen zu werden (wortwörtlich) und hoffe, dass der Film in Deutschland sein Publikum finden wird. Die 100 Minuten ziehen sich auch überhaupt nicht, denn durch den recht schnellen Einstieg in die Handlung und die klare Ausgangstellung für den Hauptkonflikt, wird die Handlung ziemlich kompakt erzählt und spitzt sich dennoch am Ende zu einem dramaturgischen Finale zu. Für alle, die ich jetzt richtig neugierig gemacht habe, gibt es hier schonmal einen ersten Vorgeschmack in Form des Trailers:



Im Übrigen habe ich es bis hierhin komplett gemieden den deutschen Verleihtitel zu nennen, denn ich hoffe sehnlichst, dass sich Prokino da noch was besseres einfallen lässt als den bisherigen Titel "Against All Enemies" (was ja mal der Arbeitstitel des Films war). Ja, natürlich geht es in weitester Hinsicht darum, dass Jean irgendwann niemandem mehr trauen kann und sie selbst im eigenen Freundeskreis 'Enemies' vermutet, doch "Against All Enemies" alleine deutet ja doch überwiegend auf einen Thriller hin... Spannung hin oder her, trotzdem ist es ja primär ein Film über Jean Sebergs Leben und auch wenn ihr Name in Deutschland vielleicht nicht super bekannt ist, sollte er in den Titel! Vielleicht wird es ja noch einen Beititel geben, ist ja immer wieder beliebt 😅. Ich sage nur "Camp X-Ray - Eine verbotene Liebe", "Equals - Euch gehört die Zukunft" oder "Lizzie Borden - Mord aus Verzweiflung". 

Vielmehr bleibt mir auch nicht mehr zu sagen, außer dass ich es sehr genossen habe, Kristen mal wieder auf der großen Leinwand zu sehen und dazu auch noch in einer so bedeutenden Rolle. Nicht nur freue ich mich auf kommende Filme mit Kristen, sondern ich habe direkt einige Filme mit Jean Seberg auf meine Watchlist gesetzt. Und wenn ein Film mein Interesse für neue Themen wecken kann, dann ist es in meinen Augen immer ein gelungener Film. 😊

Seberg startet am 26. März 2020 in den deutschen Kinos.

Montag, 2. September 2019

SEBERG - Kristen auf den Filmfestspielen in Venedig


Wenn man, wie wir, seit vielen Jahren Kristens (und Robs) Karrieren verfolgt, dann gehören Filmfestivals mittlerweile ja schon zur Routine. Ob Sundance, Cannes, Toronto oder die Berlinale, die Filme der beiden liefen eigentlich schon auf jedem großen, wichtigen Festival. Nichtsdestotrotz sind wir ja nicht wie der FC Bayern München und nehmen jeden Sieg als selbstverständlich hin, sondern sind immer wieder aufgeregt und stolz wie Bolle, wenn es ein Film in die Auswahl geschafft hat.



Ich glaube, auch meine Liebe zu Filmfestivals ist erst dadurch entstanden, dass ich irgendwann nicht nur noch die Berichterstattung zu Rob und Kristens Premieren und Filmen verfolgt, sondern auch immer mehr auf die anderen Beiträge im Programm geachtet habe. Mittlerweile kann ich mir ein Jahr ohne Filmfestival-Besuche gar nicht mehr vorstellen - es ist dann doch einfach nochmal eine ganz andere Atmosphäre auf so einem Festival.. Die Säle sind immer voll, es ist ein durchgemischtes, internationales Publikum und die meisten Gespräche, die man aufschnappt drehen sich um Filme. 😍

Nun aber zurück zu Kristen: Mit viel Spannung erwartet, wurde SEBERG am Freitag das erste Mal der Öffentlichkeit präsentiert und feierte seine Weltpremiere in Venedig. Da ich letztes Jahr nur eine Woche vor Festivalbeginn im Urlaub in Venedig, und zufälligerweise genau auf dem Lido (also diesem kleinen Inselstreifen, auf dem das Festival ausgerichtet wird) übernachtet habe, habe ich ein bisschen Festivalluft schnappen können ;) Für mich war der Lido (ja, es heißt DER..) wie eine Miniversion von Cannes (auch wenn ich noch nie in Cannes war ^^) - es gibt einen riesigen, breiten Sandstrand, die Straßen sind mit Palmen bepflanzt und ziemlich offensichtlich leben auf dieser Insel nur superreiche Menschen 😄
Das Wahrzeichen des Festivals: Der goldene Löwe!
Hier wird der rote Teppich ausgerollt.
Das Hotel Excelsior - direkt neben dem Filmpalast

Normaler Anfahrtsweg in Venedig: Das Wassertaxi
SEBERG ist nicht der erste Film, für den Kristen nach Venedig geflogen ist. 2015 war sie bereits dort, um Equals vorzustellen. Ich find es ja immer sehr schade für die Filmemacher*innen und Schauspieler*innen, dass sie zwar in so eine tolle Stadt wie Venedig eingeladen werden, aber von der Stadt selbst überhaupt nichts mitbekommen.. Aber da ich mir nun den logistischen Aufwand vorstellen kann, ist es wohl einfach nicht machbar, die Filmteams länger als nötig vor Ort unterzubringen, schon gar nicht während der ohnehin völlig überlasteten Sommersaison.. Daher war Kristen also nur für ca. 24 Stunden auf dem Festival. Ein Haufen Kohle sie dafür bestimmt trotzdem bekommen 💁

Kristens Ankunft


PRESSEKONFERENZ

Bevor ich zu den Kritiken zum Film komme, gibt es hier erst einmal ein paar Fotos von Kristen. Wie schon so oft, ist das hier kein Fashion-Blog oder sonstiges Klatschmagazin, aber als Fan habe ich trotzdem das Bedürfnis, mich zu ihrem Auftreten und Outfit zu äußern. 😁 Dass Kristen seit Jahren den "i don't care about my hair" Look trägt, ist für uns noch immer schwierig zu verkraften (ja, wir trauern den langen Bella-Haaren nach), aber ändern können wir es wohl nicht mehr 😁 Ich hasse hasse hasse diese blonden Strähnchen und zur Zeit hasse ich noch mehr, dass diese schon deutlich über die Toleranzgrenze des rauswachsenden Haaransatzes hinausgehen und es jetzt einfach nur ungepflegt und seltsam aussieht. Ihre Haarfarbe kann man gar nicht richtig beschreiben. Ist es blond mit dunklen Strähnen? Oder Dunkel mit blonden Strähnen? Gestreift? Gemischt? Halb/Halb? Meine Oma würde vermutlich sagen "So kannst du doch nicht rumlaufen" und ich als brave Enkelin würde natürlich auf sie hören, deshalb kann ich es nicht nachvollziehen, wieso ihr keine Ahnung wieviel köpfigen Stylingteams und ihre Freunden (ist ihr bester Freund CJ nicht Friseur? Dem sollte man seine Lizenz wegnehmen) sie da nicht mal besser beraten können und ihr eine halbwegs akzeptable Frisur andrehen können... Schließlich werden sie doch dafür bezahlt!😆 Die Länge der Haare gibt doch mittlerweile wieder viel her, um neue Sachen auszuprobieren,... Jaja, ein klarer Fall von #firstworldproblems, ich weiß 🙈


Anywayyyyyyy, das leicht tupierte Haar am Hinterkopf find ich TOLL und auch das dezente Make-Up gefällt mir richtig gut. Das Outfit ist sehr Kristen-like: Schick, aber nicht zu aufgebrezelt 😊 Sie hatte ja schon immer ihre privaten Lieblingsteile, die sie gefühlt immer trägt, so auch diese Ketten mit den Schlössern dran. Täusch ich mich, oder hat sie die eine Kette mit einer Sicherheitsnadel "gerettet", damit sie nicht auseinanderfällt? Typisch Kristen, sie hätte ja auch einfach zum Juwelier gehen können 😂


Hier ist sie zusammen mit Regisseur Benedict Andrews (links neben ihr) und ihren Co-Stars. 
v.l.n.r. Anthony Mackie, Zazie Beetz, Kristen, B. Andrews, Jack O'Connell, Sarah Margaret Qualley

An ihren Armen und Handgelenken hat Kristen mittlerweile so viele Tattoos, die ich noch nie gesehen habe. Ich mag eigentlich so kleine Symbole oder Nummern, die nicht so in your face TATTOO schreien - Bei Kristen würde es mich auch SO interessieren, was jedes einzelne für sie eigentlich bedeutet, aber das werden wir wohl nie herausfinden.. 😕


Leider hab ich die Pressekonferenz nicht live verfolgt und bisher noch kein vollständiges Video online gefunden, sondern nur einzelne Clips. Aber damit ihr immerhin für 1 Minute Kristens Stimme hören könnt, gibt es hier ein kurzes Video:


KRITIKEN

Kommen wir zum vielleicht spannendsten Abschnitt dieses Posts, den Kritiken. Der Film wurde mit großer Spannung erwartet. Na klar, "Arthouse"-Königin Kristen Stewart schlüpft in die Rolle der Nouvelle Vague Ikone Jean Seberg. Da kann man gar nicht anders, als sich drauf zu freuen! Ich glaube, so ging es den Kritiker*innen auch, und die Erwartungen wurden ziemlich hochgeschraubt.. Deshalb ist es ein wenig traurig, aber vielleicht auch nicht super überraschend, dass in den Augen vieler Journalist*innen der Film eher enttäuscht hat.. 

Ich weiß nicht, wie es euch ging, aber ich bin nicht sehr vertraut mit dem Leben von Jean Seberg. Als Filmstudentin kommt man um die Nouvelle Vague im Filmgeschichts-Seminar zwar nicht drumrum, und so sagte mir Jean Seberg (und natürlich der Klassiker Außer Atem 💘) durchaus etwas, aber darüber hinaus und vor allem ihre Aktivitäten außerhalb der Filmbranche waren mir völlig unbekannt. Umso krasser lesen sich Abschnitte der Rezensionen, in denen es um den Kontext des Films geht. Bestimmt nicht ganz zufällig kommt Seberg nun genau 40 Jahre nach dem Tod von Jean Seberg ins Kino und lenkt so den Blick noch einmal auf ihr Leben und ihre außergewöhnliche Persönlichkeit. 

Auf meiner Timeline poppte zufällig (oder wahrscheinlicher eher nicht zufällig, Algorithmen sei Dank 😅) ein Artikel von Spiegel Online auf, die vor einigen Jahren einen ausführlichen Bericht über den bis heute ungeklärten Tod der Schauspielerin schrieben und ihre Verbindung zum FBI genauer erläutern, sehr lesenswert! 

Sie verkörperte die Unschuld, doch sie hatte mächtige Gegner. Da Jean Seberg die Black Panther unterstützte, geriet die Schauspielerin 1969 ins Visier des FBI. Die Agenten zerstörten ihre Karriere - und ihr Leben.

Würde der Film nicht mit Kristen in der Hauptrolle sein, würde ich jetzt wahrscheinlich sagen: "Spart euch den Film und lest einfach diesen Artikel", denn dadurch hab ich eigentlich schon alles erfahren, was in dem Film wohl behandelt wird. 🙆

Ganz so drastisch wie es erste Twitter-Reaktionen erahnen ließen, lesen sich die längeren Rezensionen übrigens nicht. Der Film ist keine Katastrophe, aber besonders gut ist er auch nicht.. Ich habe natürlich nicht JEDE Veröffentlichung gelesen, aber checke eigentlich immer, was meine 'wichtigsten' Quellen in Sachen Filmkritiken schreiben (Indiewire, Variety, THR, ...). Darüber hinaus mache ich mir aber auch immer ein Bild der deutschen Kritiken, da die amerikanische und deutsche Presse doch ganz schön oft andere Geschmäcker hat. So auch bei Seberg (oder wie der deutsche Titel bisher noch lautet: AGAINST ALL ENEMIES). 

Filmstarts gab dem Film 2 von 5 Sternen...
(Auszug) Der Regisseur und sein Autorenduo Joe Shrapnel und Anna Waterhouse illustrieren darin, wie der gnadenlose Überwachungsapparat der Bundesbehörde FBI unter Führung von J. Edgar Hoover die politisch aktive Schauspielerin in die Depression treibt. In einzelnen Szenen ist das auch eindringlich, vor allem dank der starken Hauptdarstellerin Kristen Stewart. Aber darüber hinaus gelingt es den Machern nicht, eine tatsächlich interessante oder erhellende Geschichte zu erzählen.

Kino-zeit wiederum wirkte von dem Film eigentlich ganz angetan, das lese ich sogar als Filmempfehlung: 

(Auszug) Against all Enemies ist eindeutig ein melancholischer Liebesbrief an Jean Seberg, ihr Talent und Trauern um ihr Potential als Aktivistin, Schauspielerin und Mensch. Kirsten Stewart, die durchaus ähnliche Erfahrungen, zumindest mit der Presse, gemacht hat, weiß sich hervorragend in ihre Figur hineinzuarbeiten. Sie trägt diesen ansonsten eher konventionellen Film auf ihren Schultern und macht ihn besonders.

Blickpunkt-Film lobt immerhin Kristen <3 
(Auszug) Es ist vor allem Kristen Stewarts' Film, die nach Joan Jett in The Runaways" zum zweiten Mal eine reale Figur spielt und gerade deshalb so überzeugt, weil es ihr gelingt, die Figur zu verinnerlichen, aber auf eines so faszinierende Weise, dass sie dabei doch immer Kristen Stewart bleiben kann: Ihr Spiel ist es, woran man sich in "Seberg" erinnert, nicht seine etwas zu ausgestellt wirkenden Dekors.
Moviepilot hat anstatt einer reinen Rezension übrigens gleich einen Artikel nur über Kristen verfasst und beschäftigt sich am Ende mit der spannenden Frage, wie es eigentlich um Kristens Filmkarriere aussieht. Schließlich hat sie jetzt einige mittelmäßige Arthouse-Filme gemacht (JT Leroy, Seberg), und ist bald auch für ein breiteres Publikum in 3 Engel für Charlie und Underwater zu sehen.. Spannender Artikel, lest ihn euch durch! 
Against All Enemies, der außer Konkurrenz bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig läuft, ist kein besonders gutes Biopic, aber ein spannender Kristen Stewart-Film.
Ganz interessant fand ich eigentlich die Beschreibung des Films von Indiewire, (die den Film zwar heftig zerreissen, aber immerhin Kristen sehr sehr feiern): 

LA LA LAND trifft DAS LEBEN DER ANDEREN. 

Das muss ein Film erstmal schaffen ^^ Wo sich wiederum alle einig sind ist Kristens Leistung. Sie trägt den Film und sorgt mit ihrer Darbietung dafür, dass der Film nicht komplett auseinanderfällt. Liest sich doch schonmal gut - da sie die Hauptrolle ist, fällt es mir auch nicht so schwer, mich auf einen mittelmäßigen Film einzulassen, denn immerhin ist sie oft zu sehen.. Bei Billy Lynn's blablabla hab ich mich, wissend das Kristen nur zwei Szenen hat, einfach nicht aufraffen können, diesen Film zu schauen 😆 "Oscarwürdig" ist mittlerweile ja auch schon ganz schön abgelutscht, aber es ist trotzdem schön das in Bezug auf Kristen zu lesen. Da der Film in der Award-Season nach diesen Kritiken wohl weniger eine Rolle spielen wird, ist auch eine Nominierung für Kristen eher unwahrscheinlich. Sie ist halt noch keine Meryl :( Naja, Kristen hat ja wirklich noch alle Zeit der Welt und wir erinnern uns, sie hat als einzige US-amerikansiche Schauspielerin einen César 👌

Kurzer Exkurs zu ihrem Co-Star Zazie Beetz: Die Schauspielerin kommt ursprünglich aus Berlin *Winner*, hat aber vor ein paar Jahren den Sprung nach Hollywood geschafft und spielt jetzt einfach in den Mega-Blockbustern mit. Ich hab mir ein Interview angeschaut, wo sie ganz locker und suuuuper sympathisch erzählt, dass sie eine Zeit lang bei H&M im Alexa gearbeitet hat... und zack, ein paar Jährchen später steht sie neben Kristen auf dem roten Teppich in Venedig 😎 Leute, ALLES IST MÖGLICH! 

PREMIERE 

 Kristen hat sich für die PINK PANTHER Variante entschieden. we like!






Die Premiere war am späten Abend und da der Film außer Konkurrenz gelaufen ist, und somit bei der Preisverleihung für die Goldenen Löwen keine Rolle spielen wird, ist Kristen schon am nächsten Tag wieder abgereist. (Glaub ich zumindest ^^) 


Ausblick

Seberg tingelt trotzdem noch auf einigen Festivals und auch wenn wir den Film und die Kritiken mit weniger Spannung erwarten, freuen wir uns natürlich trotzdem total auf weitere Interviews, Videos, Premieren, und und und... wie gesagt, wir sind ja nicht die Bayern 😃 In Toronto hat Seberg übrigens AM SELBEN Tag wie The Lighthouse Premiere.. Rob & Kristen sollen auch beide vor Ort sein. Das nur mal so am Rande. #hyped #ohmygoodness




Noch mehr Bilder von der Premiere und der Pressekonferenz gibt's hier // Alle Bilder via KStewart Brasil

Mittwoch, 26. September 2018

Neue Filmprojekte für Rob & Kristen

UPDATE - September 2018.

  • Kristens Film "Against All Enemies" ist abgedreht
  • Robs Film "The King" ist ebenfalls abgedreht

  • Top-News: Kristen dreht seit einigen Wochen schon in BERLIN (💕) ihren neuen Film "Charlie's Angels". 
Bildergebnis für charlie's angels kristen stewart
Die 3 neuen Engel für Charlie
Der Film ist eine Neuauflage der großen Filmhits '3 Engel für Charlie" und wird von Regisseurin (&Schauspielerin) Elizabeth Banks verwirklicht. Es wird für Kristen mal wieder ein ziemlich großer Blockbuster und die News, dass das Power-Frauen-Trio rund um Lucy Lu und Drew Barrymore ein Reboot erhält, sorgte weltweit für Schlagzeilen! Ich habe die Originalfilme bisher noch nicht gesehen und war noch zu jung, um den Hype mitzukriegen, aber von dem was ich lese, scheint das eine riesengroße Sache zu werden! Filmstarts hat sich ein bisschen genauer mit dem Projekt befasst, für alle die es interessiert: hier. Ganz besonders freut mich, dass der Film in Berlin und vor allem in den Filmstudios Babelsberg gedreht wird :) Man kann ja mal davon träumen, dass man Kristen zufällig begegnen wird - und so eine deutsche Ko-produktion erhöhen auch oft die Chancen auf eine Beteiligung an deutschen Filmfestivals und Promotouren 😏

  • Neues Filmprojekt für Rob: "The Devil All the Time"
Viel ist noch nicht zur Handlung bekannt, aber kann bisher gesagt werden: Rob wird neben Tom Holland (der neue Spidey), Chris Evans (auch so ein Marvel-Superheld) und Mia Wasikowska (again!) vor der Kamera stehen.Regisseur ist Antonia Campos. Moviepilot schreibt: Das Drama The Devil All the Time spielt im ländlichen Ohio und begleitet verschiedene bizarre Charaktere zwischen dem Ende des Zweiten Weltkriegs bis in die 1960er Jahre hinein. Unter ihnen befindet sich auch Robert Pattinson, der als Spinnen-affiner Prediger mit seinem Gitarre spielenden Sidekick auf der Flucht vor den Gesetzeshütern ist. 

  • "Waiting for the Barbarians" - Auch dieses Filmprojekt befindet sich noch in der Entwicklung, doch Rob ist schon seit längerer Zeit für die Hauptrolle im Gespräch. An seiner Seite soll Johnny Depp spielen! Regisseur wird Ciro Guerra. IMDb schreibt über die Handlung: A British magistrate working in a small colonial town begins to question his loyalty to the Empire.





Film-News von Rob & Kristen! 🎥🎬🎞️


  • Schon nächsten Monat wird Rob einen neuen Film drehen: "The Lighthouse". Neben Rob steht Willem Dafoe als Hauptrolle vor der Kamera. Der Horror-Thriller spielt Anfang des 20. Jahrhunderts in Nova Scotia, Kanada. 🗼 



  • Und auch Kristen traut sich ans Thriller-Genre ran und wird die Hauptrolle in "Against All Enemies" übernehmen. Die Handlung basiert auf einer wahren Geschichte und Kristen wird Jean Seberg verkörpern. Die Ikone der französischen Nouvelle Vague (vielleicht kennt ihr sie aus dem wunderbaren Filmklassiker "Außer Atem" von Jean-Luc Godard), wurde in den 60er-Jahren vom FBI verfolgt, da sie die Black Panther Party unterstützte.


Kristen mit ihren kurzen blonden Haaren passt wirklich gut ;)

Beide Projekte klingen sehr spannend! Schon optisch kann ich mir Kristen mit ihren derzeit kurzen Haaren toll als Jean Seberg vorstellen & auch die Story klingt sehr spannend. Auch Robs Film macht neugierig, besonders das Setting in einem Leuchtturm. Und ihn mit Willem Dafoe in einem Film zu haben, ist auch schon ein Erfolg 😃
via IndieWire & THR