Donnerstag, 5. Dezember 2019

Rezension zu The Lighthouse - Macht euch auf etwas gefasst!


Kurzer Exkurs: Da ich mich beruflich ja ebenfalls viel mit Filmen und dem Kinomarkt auseinander setze, habe ich ein paar Recherchen zu dem Erfolg von Robs Filmen in Deutschland getätigt, um mal aus der "Twitterfilm-Bubble" auszubrechen. Trotz fast immer sehr positiven Kritiken, haben es keine seiner Filme auf sonderlich erfolgreiche Besucherzahlen geschafft.. (Am erfolgreichsten war "Cosmopolis", der es auf gerade mal 50.000 Besucher brachte). Die Filme sind dann doch zu arthousig und speziell, als dass es eine breitere Masse, geschweige denn die Mainstream-Fanbase, die ihn durch twilight kennt, anzieht. Solch ein film-interessiertes Publikum ist vorwiegend in Großstädten zu finden, weshalb die Filme auch immer sehr klein starten, wie jetzt auch DER LEUCHTTURM. Insofern ist es eigentlich toll, dass es überhaupt eine Kinoauswertung gibt (danke Universal!), denn einige von Robs Filmen haben es als direct-to-DVD nie auf die große Leinwand geschafft. Hoffen wir also, dass der Film sein Publikum findet und bald durch Batman oder Tenet das Interesse an seinen kleinen Indie-Projekten steigen wird! An uns jedenfalls kann es nicht liegen, wir haben noch keinen Film mit ihm im Kino verpasst, nichtmal The King. ;)

Ich bin mir sicher durch den Trailer oder andere Besprechungen zum Film, wisst ihr sowieso schon das meiste über die Handlung, weshalb ich da gar nicht so drauf eingehen will. Ich kann mich den Stimmen der Presse und anderen Reaktionen eigentlich nur anschließen und sagen: es wird wild 🔥.



Es ist gar nicht so einfach, den Film einem bestimmten Genre zuzuordnen. Am ehesten könnte es als Horrorfilm beschrieben werden, doch eigentlich fehlt dafür noch einiges an "Gruselelementen", wie ich finde. Ein einfaches Drama ist es aber auch nicht, dafür passiert dann doch zu viel Aufregendes 😄 Ich persönlich würde es also als eine Mischung von beidem sehen und es zusätzlich noch als Kammerspiel beschreiben, denn die Handlung spielt sich ausschließlich auf der Leuchtturm-Insel ab - mehr drinnen als draußen. Die Genrezuschreibung ist auch eigentlich wumpe, denn wichtig ist nur: Lasst euch auf den Film ein & wagt diese Zeitreise ins 19. Jahrhundert.


Es wird gefurzt, gesoffen, masturbiert & gerangelt. Ich schreibe es so ordinär, weil es einfach genau so ordinär gezeigt wird😂. fand ich jetzt eher abstoßend, aber die zwei Männer im Film hatten damit überhaupt keine Probleme... joah. Generell empfand ich den Film als sehr "männlich' , denn Frauen sind so gut wie Fehl am Platz und werden auch kaum erwähnt. Außerdem, das hat der Regisseur Robert Eggers selbst so beschrieben, ist der titelgebende Leuchtturm ein ganz klares Phallussymbol = 🍆 "Der Leuchtturm" präsentiert uns also Männerfantasien vom feinsten, wie in etwa Geschlechtsverkehr mit einer Meerjungfrau. Spätestens jetzt ist also klar: darauf muss man sich einlassen.

Universal Pictures Germany

Selten habe ich übrigens Untertitel so zu schätzen gelernt. Das Kauderwelch von Willem Dafoe ist wirklich kaum verständlich und selbst mit der deutschen Übersetzung konnte ich den philosophischen Geschichten nicht immer folgen - aber alles in diesem Film zu verstehen, erfordert glaub ich auch mindestens ein zweites oder gar drittes Anschauen ;) Denn der Film ist vollgepackt mit Metaphern und Symbolen und jedes kleinste Detail bedeutet irgendetwas und kann den Seemannsgeschichten, die uns hier erzählt werden, zugeordnet werden. Nach dem Film gab es bei uns definitiv viel Gesprächsstoff!

Wie auch eine gute Party, kommt der Film erst so richtig in Fahrt, als der Alkohol ausgepackt wird. 🍷 Ein Hoch auf den Alkohol! 🍷 Es werden Shanty-Songs angestimmt, es wird ein bisschen getanzt und natürlich Geschichten "von früher" erzählt. Ab diesem Zeitpunkt macht es auf einmal richtig Spaß den beiden zuzusehen und das liegt vor allem an Rob und Willem Dafoe, die einfach alle Hemmungen fallen lassen und sich ganz ihrem Figuren hingeben. Ich ziehe hier meinen Hut vor Willem Dafoe - dieser Mann hat einfach etwas grundlegend Gruseliges an sich und da ich aus einigen Interviews ja weiß, dass er eigentlich ein super-sympathischer Mann ist, verbeuge ich mich noch mehr vor seiner Leistung als gruseliger Seemann. 😁Trotzdem bleibt seine Figur Thomas ziemlich unberechenbar und auch wenn sich die beiden auf gewisse Art und Weise annähern, spitzt sich die Lage immer weiter zu und so ganz traut man diesen komischen Leuchtturmwärtern einfach nicht. Verstärkt wird dieses Unwohlsein zusätzlich auch noch von einer sehr lauten Sirene, die ungefähr alle 2 Minuten ein unglaublich anstrengendes Hupen von sich gibt.. Jedes Mal wenn das zu hören war,  dachte ich mir von neuem *ich hätte das nicht einen Tag dort ausgehalten* 😁 Die beiden treiben nicht nur sich gegenseitig, sondern auch uns Zuschauer*innen allmählich in den Wahnsinn und die Grenze zwischen Realität und Vorstellung verschmilzt zu einem immer-seltsameren Bild, sodass wir uns nichts weiter wünschen, als diesen Leuchtturm endlich verlassen zu können..Wie es dann letztendlich ausgeht, wird selbstverständlich nicht verraten ;)

Universal Pictures Germany
Hat mir der Film gefallen? Ganz klar, ja! Natürlich ist es als Fan von jemandem schlichtweg unmöglich durch eine objektive Brille zu schauen ;) Aber da es durchaus schon einige Filme gab, die ich wirklich nur für Rob angeschaut hab und die ziemlich furchtbar waren (Queen of the Desert, for example), kann ich bei The Lighthouse ganz klar sagen, dass ich dem Film weitaus mehr abgewinnen konnte als 'nur' eine tolle Performance von Rob zu sehen, die wirklich großartig ist. Schauspielerisch legt Willem Dafoe aber nochmal eine Schippe drauf (diese Metaphor musste rein, versteht ihr dann nach dem Film ^^) und ich hoffe, er wird diese Award-Season mit einer Menge Preise belohnt!

Robert Eggers hat sich mit seinem erst zweiten Spielfilm bereits in die Riege der talentiertesten Filmemacher*innen eingereiht und gezeigt, was für ein außergewöhnlicher Geschichtenerzähler er ist. Da ich auch seinen Debütfilm The VVitch gesehen hab (Empfehlung!!!), bin ich durch The Lighthouse nun ein noch größerer Fan von ihm geworden, vor allem von seiner Ästhetik und den technischen Mitteln, mit denen er seine Filme inszeniert. DER LEUCHTTURM ist eine Augenweide & ein ganz besonderes Erlebnis - Für solche Filme muss man einfach ins Kino gehen! Cheers.

Spielzeiten gibt's auf https://www.kino-zeit.de/
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The Lighthouse Grooming Set
P.S.: Und für alle, die noch nach einem Weihnachtsgeschenk suchen, der amerikanische Verleih A24 (der den Film auch produziert hat), hat ein The Lighthouse gebrandetes Bartpflege-Set produzieren lassen - ein Männerfilm, ich sag's ja 😁 (Kostet 42 $)

Set includes 1 scented beard oil fit for a sea king and 1 lathering soap for the lusty seaman. Smells of sea foam, black waves, biblical storms, and debauchery.

Dienstag, 3. Dezember 2019

Seberg - Rezension zum Kinofilm

In einer so kulturgetriebenen Stadt wie Berlin zu wohnen ist als Fan von Kristen Stewart und Robert Pattinson einfach wunderbar.. Fast alle Filme laufen hier immer auf irgendeinem Festival. 🙌 Zum einen bedeutet das meist, dass der Film dann vor offiziellem Kinostart gezeigt wird, und zum anderen dass es oftmals auch eine richtige Premiere gibt, zu denen hochkarätige Gäste eingeladen sind.

So hatte ich auch am Wochenende das Vergnügen mir auf dem "Around the World in 14 Films" Kristens neuestes Werk Seberg anzuschauen. Das Festival 'verfolge' ich schon seit vielen Jahren, denn es hat sich darauf spezialisiert, eine Art Best-Of der weltweiten Filmfestivals zusammenzustellen. Letztes Jahr war übrigens High Life einer der Topfilme :) Mittlerweile sind es zwar nicht mehr 14, sondern 28 Filme, aber im Gegensatz zum Berlinale-Programm, bei dem man eigentlich 3 Tage braucht, um es sich durchzulesen, ist das sehr überschaubar :D Außerdem kann man sich recht sicher sein, dass eigentlich immer sehr sehenswerte Filme mit dabei sind - Und sehenswert ist Seberg allemal! 



Da der Film seine Deutschlandpremiere feierte, hat es sich der Regisseur Benedict Andrews nicht nehmen lassen und war persönlich vor Ort, um den Film vorzustellen und im Anschluss auch noch an einem Q&A teilzunehmen. Überwiegend hat er bisher Theateraufführungen inszeniert und war wohl mehrere Jahre in Berlin (u.a. an der Schaubühne!), tätig, weshalb ich ihm sein "It's so special to be in Berlin" sogar abgekauft habe 😀

Benedict Andrews (rechts) redet gerade über den Casting-Prozess

Kommen wir kurz zur Handlung, zu der eigentlich nicht viel gesagt werden muss: 

Hollywood, 1960er Jahre. Die amerikanische Schauspielerin Jean Seberg, die vor allem in Frankreich durch mehrere 'Nouvelle Vague'-Filme zum absoluten Superstar aufgestiegen ist, beschließt nach vielen Jahren in Paris für ihre Karriere zurück nach Hollywood zu ziehen. Auf dem Flug nach LA macht sie Bekanntschaft mit der Black-Power-Party, einer sozialistischen Bewegung in den USA, die sich vor allem für mehr Rechte und Gleichberechtigung der Afro-Amerikaner*innen einsetzte. Fasziniert von deren Anliegen, entscheidet sich Seberg die Organisation mit Spendengeldern zu unterstützen und beginnt außerdem eine Affäre mit einen der Anführern, Hakim Jamal (gespielt von Anthony Mackie). Da die Black Panthers seit vielen Monaten unter Beobachtung durch das FBI stehen, bleiben auch Sebergs Verstrickungen nicht unbemerkt. Abhörungen, Beobachtungen und Aufdeckungen ihres Privatlebens werden Teil von Jeans Alltag. Unwissend und verunsichert wird Jean immer paranoider und sieht sich allmählich in Lebensgefahr. Doch die Spezialeinheit des FBI, greifen zu immer rabiateren und brutalen Methoden...


Selbstverständlich deutet schon der Titel des Films darauf hin, wer hier ganz klar im Mittelpunkt der Geschichte steht: Es ist Jean Seberg, deren Name zwar weltweit bekannt ist, doch deren letzten Jahre bisher kaum behandelt wurden, doch die es auf jeden Fall verdienen, erzählt zu werden! Nach dem Film empfehle ich, sich noch einmal genauer über Jean Seberg zu erkundigen. Natürlich ist man sich bei einem fiktionalen Biopic immer bewusst, dass nicht alles wirklich so passiert ist und dramaturgisch angepasst wurde und so ist es auch bei Seberg (zumindest nach dem Film) ziemlich offensichtlich, welche Charaktere nur erfunden wurden, um eine bestimmte Funktion zu erfüllen. Das wäre von mir eigentlich die größte Kritik am Film, denn einige Charaktere wirken ein wenig zu konstruiert. Aber dennoch verliert der Film trotz vieler Nebenfiguren und -handlungen seine Hauptfigur nie aus den Augen: Es geht um Jean Seberg und ich finde, Benedict Andrews setzt ihr ein würdiges Denkmal. 


Kristen ist einfach eine Top-Besetzung für diese Rolle. Wie der Regisseur im Q&A so schön beschrieben hat, hatte er von Anfang an die vielen Parallelen beider Schauspielerinnen erkannt und fand daher Kristen eine perfekte Wahl: Sie beide wurden mit sehr jungen Jahren zu weltweiten Superstars. Beide zeigten eine Vorliebe für französische Arthouse-Projekte und beide wurden ebenfalls 'Opfer' und regelmäßiges Thema in den Klatschblättern. Natürlich ist das, was Jean Seberg angetan wurde nochmal einige Stufen furchtbarer und zwischen Ereignissen liegen gut 50 Jahre, trotzdem war bzw. ist das Privatleben von Kristen noch immer ein sehr beliebtes Thema, auf dem gerne rumgereitet und - in bester Internetforen-Sprache - gehatet und gejudged wird... Aber zurück zum Film: Kristens Darstellung ist einfach nur toll! Der Zeit geschuldet sehen wir sie durchweg in wirklich wunderschönen Kostümen, die überwiegend aus bunten Kleidern, fancy Sonnenbrillen und einer immer topfrisierten Kurzhaarfrisur bestehen.

Da ist mir erstmal wieder aufgefallen, wie sehr ich Kristen in 'femininen' Outfits vermisse.. 😍 Doch natürlich kann Kristen noch weitaus mehr als nur toll aussehen. Sie zeigt eine unglaubliche Bandbreite an Emotionen, von verführerisch und selbstbewusst bei öffentlichen Auftritten oder Partys bis sehr verletzlich und zerbrechlich in den Szenen, in denen sie langsam den Verstand verliert. Durch die parallelen Erzählstränge von FBI und Jean haben wir als Zuschauer*in einen anderen Blick auf die Geschehnisse, doch trotzdem sind wir emotional ganz bei Jean. Die steigende Angst und Paranoia, die sich bei Jean breitmacht kann Kristen durch kleinste Gesten und Ausdrücke darstellen. Hier möchte ich besonders die allerletzte Einstellung im Film hervorheben (ohne zu spoilern), die sie in Nahaufnahme und ohne Schnitt zeigt und in der wir, nur anhand Kristens Gesicht so viel von ihren inneren Vorgängen ablesen können.. einfach großartig! 

Was mir außerdem sehr gefallen hat, war, dass Kristen ihrer Figur zwar viel eigenes gegeben hat, aber trotzdem einige schöne direkte Bezüge zu Jean gezogen wurde. Den meisten ist sie durch "Á bout de souffle" (Außer Atem) bekannt und so sehen wir in einer Szene, wie ein FBI-Agent sich aus "Recherchezwecke" den Film auf großer Leinwand ansieht. Anstatt der echten Seberg ist aber trotzdem Kristen zu sehen:

(Die Szene ist auch schon im Trailer, also ist es kein wirklicher Spoiler 😉)


Wie bereits in unserem Festivalbericht erläutert, hatte der Film schon einige Premieren auf sehr renommierten Festivals. Dafür hatte ich bereits einige Kritiken gelesen, die ja eher gemischt bis negativ waren. Da ich mich von Kritiken recht schnell beeinflussen lasse, hab ich im Vorfeld meine Erwartungen ein wenig runtergeschraubt, doch ich muss sagen, dass es doch ein ziemlich sehenswerter und spannender Film war. Ich finde, dass es Jean Seberg auf jeden Fall verdient hat, gesehen zu werden (wortwörtlich) und hoffe, dass der Film in Deutschland sein Publikum finden wird. Die 100 Minuten ziehen sich auch überhaupt nicht, denn durch den recht schnellen Einstieg in die Handlung und die klare Ausgangstellung für den Hauptkonflikt, wird die Handlung ziemlich kompakt erzählt und spitzt sich dennoch am Ende zu einem dramaturgischen Finale zu. Für alle, die ich jetzt richtig neugierig gemacht habe, gibt es hier schonmal einen ersten Vorgeschmack in Form des Trailers:



Im Übrigen habe ich es bis hierhin komplett gemieden den deutschen Verleihtitel zu nennen, denn ich hoffe sehnlichst, dass sich Prokino da noch was besseres einfallen lässt als den bisherigen Titel "Against All Enemies" (was ja mal der Arbeitstitel des Films war). Ja, natürlich geht es in weitester Hinsicht darum, dass Jean irgendwann niemandem mehr trauen kann und sie selbst im eigenen Freundeskreis 'Enemies' vermutet, doch "Against All Enemies" alleine deutet ja doch überwiegend auf einen Thriller hin... Spannung hin oder her, trotzdem ist es ja primär ein Film über Jean Sebergs Leben und auch wenn ihr Name in Deutschland vielleicht nicht super bekannt ist, sollte er in den Titel! Vielleicht wird es ja noch einen Beititel geben, ist ja immer wieder beliebt 😅. Ich sage nur "Camp X-Ray - Eine verbotene Liebe", "Equals - Euch gehört die Zukunft" oder "Lizzie Borden - Mord aus Verzweiflung". 

Vielmehr bleibt mir auch nicht mehr zu sagen, außer dass ich es sehr genossen habe, Kristen mal wieder auf der großen Leinwand zu sehen und dazu auch noch in einer so bedeutenden Rolle. Nicht nur freue ich mich auf kommende Filme mit Kristen, sondern ich habe direkt einige Filme mit Jean Seberg auf meine Watchlist gesetzt. Und wenn ein Film mein Interesse für neue Themen wecken kann, dann ist es in meinen Augen immer ein gelungener Film. 😊

Seberg startet am 26. März 2020 in den deutschen Kinos.

Freitag, 22. November 2019

The Lighthouse - Masterpost zur Promo-Tour

Ein bisschen fühlt es sich so an wie in den Jahren 2009-2012... Immer wenn die Twilight-Filme vorm weltweiten Kinostart standen, ging es in die heiße Phase der Promo-Tour. Jeden Tag wurden wir mit gefühlt tausend neuen Interviews, Videos, Fotos, und so weiter überladen.. Paradisische Zustände für uns Fans, aber auch sehr, sehr anstrengend 😄 Natürlich ist Twilight was das angeht ziemlich unerreichbar, aber jetzt gerade mit "The Lighthouse" bei Rob und "3 Engel für Charlie" und "Seberg" bei Kristen, kommt doch mal wieder etwas Schwung in die Bude :)

Mit Uni-, Arbeits- und Freizeitsverpflichtungen bleibt am Ende des Tages allerdings kaum noch Zeit, sich all das Material anzuschauen geschweige denn Zeit für lange Blogposts. Aber so Masterposts, die zwar nie aktuell, aber immerhin (meine) Highlights zeigen, mache ich immer noch gerne. Hier also die besten Fotos und Interviews von Rob, die sich lohnen anzuschauen 😎


Variety's Actors on Actors

Ich denke jede*r von euch ist in den letzten Jahren schonmal über solch ein Video gestoßen. Variety lädt jährlich mehrere Schauspieler*innen ein, die in diesem Jahr mit größter Wahrscheinlichkeit eine Rolle in der Award-Season spielen werden, und anstatt da irgendeinen fancy Interviewer hinzusetzen, paaren sie einfach immer zwei Schauspieler*innen miteinander, die sich dann gegenseitig interviewen können. Total einfaches Konzept, welches immer aufgeht. Die Paarungen sind auch immer total interessant und random, so das es auch zu sehr interessanten Gesprächen kommt und eben nicht einfach nur zwei Schauspieler*innen aus demselben Film zu sehen sind, sondern das total durchmischt wird.

Schon vor 2 Jahren hat Rob daran teilgenommen, damals für "Good Time" und zusammen mit Jamie Bell. (Video-Link) Dieses Jahr durfte Rob Jennifer Lopez interviewen bzw. sie ihn. Und es war großartig! Ich glaube, JLo war gar nicht so bewusst, dass Rob bei Interviews immer ziemlich seltsame Sachen erzählt und seinen Gedanken freien Lauf lässt ^^ Rob hatte auch sichtlich viel Spaß & nach 30 Minuten will man eigentlich noch viel viel mehr von den beiden sehen.

Fun Fact: "The Lighthouse" und Jennifer Lopez' Film "The Hustler" starten beide nächste Woche im Kino, 28. November. 🎥



Late Night with Seth Meyers


Natürlich dürfen auch Fernsehauftritte nicht fehlen.. Da Rob aber derzeit noch den Christopher Nolan Film 'Tenet' dreht, beschränkte sich das auf einen einzigen, und zwar bei Seth Meyers. Ich find diese 5-Minuten Auftritte in amerikanischen Fernsehsendern eh immer sinnlos, denn das Gespräch beläuft sich eigentlich nur auf

"Hi Robert. Nice to have you here, Welcome to..XY"
"Thank you."
"You have a new movie XY coming out, what was it like?"
"Great fun! It was so nice to work with XY."
"The film looks great, Thank you so much for visiting us, bye."

Kann man sich halt auch sparen ^^ Aber Seth Meyer ist noch einer der lustigeren, deshalb ist das 7(!)minütige Video auch ganz nett. Rob erzählt, dass er in Interviews immer irgendwelchen Müll erzählt, und das dann oft in der Presse ziemlich die Runde macht. hahahhahaha, ich hoffe aber, das hört nie auf!




HFPA Conversation

An alle Freunde des Podcasts: Da hamm wa was für euch! Rob war zu Gast bei der Hollywood Foreign Press Association (die die Golden Globes austragen) und sprach mit einer Journalistin über The Lighthouse, aber eigentlich über seine komplette Filmkarriere. Ehrlich gesagt ist die Interviewerin ziemlich schlecht und stellt so 0815-Fragen, die ALLE mit "what was that like?" enden, aber charmant wie Rob ist, ist er davon nicht so genervt wie ich (oder er überspielt es sehr gut, Schauspielern kann er ja😁) Er hat seine Schauspielkarriere in einer kleinen Theatergruppe in London übrigens nur auf Empfehlung seines Vaters begonnen, der zu ihm meinte, da gibt es viele hübsche Mädels. Hahahahahaha, sounds just like Rob ;)






Hier gibt's noch einen weiteren Podcast mit NPR

Die Interviews unterscheiden sich nicht großartig, aber falls ihr eine 42-minütige Bahn- oder Busfahrt vor euch habt, könnt ihr euch das durchaus mal anhören 😄


Mehr was für's Auge als für die Ohren ist dieses Interview mit der LA Times //




Highlight:
I don’t even have a DVD player. It’s depressing. The only DVDs I have are multiregion for really obscure stuff. I order them from Greece. I’m pretty sure they’re illegal.”

Pressekonferenz-Portraits dürfen bei so einem Post natürlich auch nicht fehlen.. 😍




Und last but not least: Bei einem Filmevent in New York entstand dieses schöne Fotos von Rob, Eddie Redmayne & Tom Sturridge.. 😊 Die drei gucken so brav, das Bild schicken sie doch garantiert an ihre Mütter ^^


Quellen 1 /  

Samstag, 19. Oktober 2019

THE KING - Rezension & Kinotipp

Vielleicht werden sich jetzt einige von euch wundern, warum ich "The King" als Kinotipp erwähne..


Bildergebnis für robert pattinson gif huh

..daher erstmal ein kurzer (aber notwendiger!) Exkurs, bevor es zur eigentlichen Kritik zum Film geht.

Wie ihr sicherlich schon mitbekommen habt, ist der Film eigentlich eine vollständige Netflix-Produktion und somit primär erstmal nicht als Kinofilm vorgesehen. Es werden jährlich Hunderte von Filmen produziert, die nur für den "kleinen" Bildschirm bestimmt sind, und auch Netflix hat sich ja vor allem auf Serien konzentriert. Doch da immer mehr große Filmemacher*innen und Schauspieler*innen für Netflix drehen, swird auch die Qualität dieser Filme immer höher und es locken hohe Preise und internationale Anerkennung. Doch für Awards wie die Oscars oder Golden Globes MÜSSEN Filme in den USA im Kino gelaufen sein! Daher ist Netflix gezwungen, wenigstens für ein paar Tage seine Filme an Kinos zu vermieten. Genau das ist der Grund für den derzeitigen Branchenkrieg, in dem sich die Kinobrache mit Netflix befindet. Für mich als überzeugte Cineastin und große Unterstützerin des Kinos ist es auch verständlich. Seit vielen Jahrzehnten gibt es das klassische Auswertungsfenster, welches bestimmt, wie viele Tage den Kinos die Erstauswertung vorbehalten ist, bevor ein Film auf DVD, VoD oder im Fernsehen laufen darf. Nun aber kommt Netflix und stellt seine eigenen Regeln auf: Sie bieten ihre Filme nur für wenige Wochen im Kino an, bevor sie die Filme sofort für all ihre Nutzer zugänglich machen. Verständlicherweise machen die meisten Kinos da nicht mit - auch wenn es natürlich auch für die Kinobetreiber hart ist, solche starken Titel abzulehnen. Aber hier geht es nunmal ums Prinzip und für die Kinos ja auch um ihre Existenz. 

Anscheinend sehen nicht alle Kinos das so kritisch, denn in ausgewählten Kinos wird der Film gezeigt! Berlin war (wenig überraschend) also auch einer der Spielorte, weshalb ich mich mit einer  langjährigen Twilight-Freundin am Freitag auf den Weg nach Friedrichshain machte, um den Film im ' B-Ware Ladenkino' anzuschauen. Wir beide kannten das Kino nicht, aber waren total entzückt von dieser kleinen Kinoperle. Das Kino hat immerhin drei Säle - diese sind zwar eher wie so kleine Wohnzimmerkinos, aber wirklich super gemütlich. Das Foyer ist wie ein kleines Museum, bestückt mit vielen bunten Sofas und Sitzecken. Die Gänge zu den Sälen erinnerten an eine Altbauwohnung, vollgestopft mit endlosen DVD-Regalen. Denn neben dem Kino ist der Betrieb vor allem eine Videothek - mit über 15.000 DVDs! Da ging ein bisschen mein Film-Herz auf... Filme wie etwa Clouds of Sils Maria haben wir auch entdeckt.. <3 

Kommen wir aber zu The King. Der Film wird am 1. November 2019 weltweit abrufbar sein. Und alles was ihr dafür braucht ist ein Netflix-Account. Okay, ein großer Fernseher wäre auch nicht schlecht ;) Aber theoretisch könnt ihr es auch auf eurem Smartphone im Bus sehen. Das perfekte Seherlebnis ist ja für jeden etwas anderes 😉

Der Film wurde in OmU gezeigt, und das MÜSST ihr auch einfach in OmU gucken!! Der einzige Grund dafür ist - ROOOOBÄÄÄÄÄRTTTTTT. (gleich mehr dazu) Entgegen unseren Erwartungen, dass es dieses super-intellektuelle Shakespeare-Britisch wird, ist es ziemlich einfach zu verstehen und generell auch eine einfache, recht moderne Sprache. Also mit deutschen Untertiteln hat man nicht viele Probleme.

Bild zu The King von David Michôd

Während wir auf den Einlass gewartet haben, haben wir beide mal zurück geblickt und festgestellt, dass wir seit Twilight wirklich jeden (!!) Film mit Rob im Kino gesehen haben.. Und da war wirklich auch einiger Schrott dabei ^^ Rob hat uns jedenfalls nicht verschont was ausgefallene Rollen angeht, aber The King ist nochmal eine ganz andere Liga 😄 Die wenigen Szenen die Rob hat sind wirklich unglaublich unterhaltsam. Das komische daran ist, dass man echt nicht sagen kann, ob seine Performance jetzt gut oder kacke ist.. denn sie ist vor allem eins: VÖLLIG OVER THE TOP!!


Ähnliches Foto

Kurz zur Handlung und seiner Figur: Der titelgebende King ist nicht Rob, sondern Timmy Chalamet. Er spielt König Heinrich bzw. King Henry, der nach dem Tod seines Vaters (Spoiler: nach ca 20 Minuten) der neue Herrscher Englands wird. Aufgrund seines jungen Alters wird er nicht wirklich ernst genommen. Ein "besonderes" Geschenk vom Sohn des französischen Königs (Rob) ist für ihn dann eine so harte Beleidigung, dass er sich dazu entscheidet gegen Frankreich in den Krieg zu ziehen. All das ist praktisch Akt I und II. Er und seine Gefolgschaft reisen nach Frankreich und treffen auf Rob. Bevor sie sich zum Angriff entscheiden, wollen sie - erwachsen wie sie sind - erst einmal unterhalten und es vielleicht mündlich klären 😀 Aber Rob ist so leicht psychopathisch drauf und will natürlich kämpfen.. *Boys will be Boys* Die einzig wichtige Info über Rob, oder The Dauphin, wie er eigentlich genannt wird, ist, dass er Franzose ist. Rob gibt ihm einen derart überspitzten Akzent, da ist der Koch aus Ratatouille nichts dagegen 😂😂 Aber nicht nur der Dialekt, auch das was er sagt und die Art und Weise wie er das rüberbringt ist zum Schreien komisch. Nach den ziemlich ernsten, düsteren 90 Minuten, ist Rob da eine ziemlich nette Abwechslung. Allerdings bringt es einen auch ziemlich raus. Unser Lachen konnten wir uns echt nicht mehr verkneifen, aber zum Glück waren wir auch nicht die einzigen - alle anderen im Kino haben auch ziemlich laut gelacht. Die Figur des Dauphin ist wirklich der größte Dödel überhaupt und irgendwie ist es sehr lustig, dass Rob ausgerechnet diese Rolle spielt.  Warum Rob aber überhaupt mitgemacht hat, könnte mehrere Gründe haben:
  • Er wollte mit Timothée Chalamet drehen (wer will das derzeit nicht?)
  • Er wollte nochmal mit Regisseur David Michôd arbeiten, schließlich kennen sie sich noch von The Rover
  • Er hatte noch ein paar freie Tage im Kalender und dachte sich "warum nicht?"
  • Rob ist sich für keine Rolle zu schade
  • ALLE GRÜNDE AUF EINMAL
Um den Dialekt beneiden wir ihn nicht, dafür aber um seine Haare: 

Bildergebnis für the king robert pattinson

Auch wenn wir ja wussten, dass es eine Perücke ist, hat man das echt nicht gesehen. Das Eclipse-Perücken-Trauma haben wir wohl überwunden 😆Wie es schlussendlich in der Schlacht Timmy vs. Robääähr ausgeht, wird nicht verraten ;) Abseits von Rob, ist der Film aber auch sehenswert. Wie schon angedeutet, passiert eigentlich nicht viel, es wird einfach nur seeeehr langsam erzählt. Aber das baut eine ziemliche Spannung auf und besonders die Schlacht am Ende ist visuell schon echt beeindruckend. Da kommen Schlamm, Regen, die Abendsonne und viele viele Ritterrüstungen zusammen. Zudem gibt es auch einige lange Plansequenzen (also ohne Schnitt), die ich toll fand und die auf einer großen Leinwand natürlich nochmal mehr seine Wirkung zeigen können! Natürlich ist der Film vor allem auch ein "Timothée Chalamet Film", denn er ist in fast jeder Szene. Ich mag Timmy sehr gerne und so war ich auch froh, dass er die Hauptrolle war. Aber umgehauen hat mich seine Leistung hier jetzt auch nicht ^^ Ansonsten spielen noch Joel Edgerton, Dean-Charles Chapman (Tommen Baratheon!) und Lily-Rose Depp mit (die hat aber weniger Szenen als Rob, also nicht zu sehr drauf freuen 😁

Ob The King auch in einem Kino eurer Nähe läuft, könnt ihr auf kino-zeit erfahren: https://www.kino-zeit.de/aktuelles-kinoprogramm/film/movie367862
Der nächste Film mit Rob ist "The Lighthouse" - das wird natürlich auch nochmal was richtig Krasses, aber da hab ich ja noch 4 Wochen, um mich drauf vorzubereiten :D


Donnerstag, 12. September 2019

Kinoempfehlung + Rezension: DOWNTON ABBEY

In den vergangenen Jahren haben wir hier immer mal wieder Kinotipps ausgesprochen, die nicht oder nur indirekt mit Twilight, Rob oder Kristen zu tun haben, weil uns die Filme meist so gut gefallen haben, dass wir unbedingt wollten, dass ihr euch diese anschaut.  

Da ich es zudem sehr großzügig und nett finde, dass wir als kleiner Blog immer noch zu einigen Pressevorführungen eingeladen werden, habe ich mir selbst versprochen, dass - wenn ich es zeitlich denn mal zu einer PV schaffe - dann immer auch eine Rezension dazu folgt.

Aus diesem Grund folgt hier nun eine kleine Lobeshymne bzw. generelle Empfehlung für meine ABSOLUTE Lieblingsserie, und das vielleicht einzige, was 'fanmäßig' am ehesten an meine Twilight-Leidenschaft rankommt: Downton Abbey.

In den Twilight-Büchern liest Bella Bücher wie Stolz und Vorurteil oder Sturmhöhe.. Auch Downton Abbey zählt zu diesen Period Dramas. Wenn euch Bella mit ihren Büchern also auf den Geschmack von britischen Klassikern gebracht hat, dann glaube ich, dass Downton genau das richtige für euch sein wird. 
Universal Pictures International Germany GmbH
Der Film ist eine Fortsetzung der Serie - allerdings nun zum ersten Mal auf der Kinoleinwand zu sehen.  Hier ist der Trailer:


Solltet ihr die Serie nicht kennen, werdet ihr wahrscheinlich so reagiert haben:


Auch wenn ich dem Film natürlich so viele Zuschauer wie möglich wünsche, macht es in diesem Fall einfach wenig Sinn, hier nun klassisch die Handlung anzuteasern und den Film zu rezensieren, da es für Nicht-Fans ziemlich schwierig und mehr anstrengend als unterhaltend sein wird, den Film zu schauen, wenn man die Serie nicht kennt. 😉 Für alle, die die Serie kennen und wissen wollen, ob sich der Film lohnt gibt es ganz am Ende des Posts eine Rezension.

Anders als in Großbritannien, wo die Serie seit Ausstrahlung der ersten Staffel 2010 sämtliche Rekorde in Sachen Einschaltquoten und Auszeichnungen brach, ist die Serie in Deutschland nie richtig durch die Decke gegangen. Laut Wikipedia liefen die ersten Staffeln (der insgesamt sechs) immer kurz vor der Weihnachtszeit im ZDF, doch auch das nie zur Primetime. Trotzdem ist sie auch hier nicht unbeliebt und ich glaube, das hat auch damit zu tun, dass sie sich sehr gut rumspricht!!

Auch ich bin total zufällig darauf aufmerksam geworden: Ich hatte wirklich noch NIE von dieser Serie gehört, bevor ich die erste Staffel geschaut habe. Weder haben es mir Freunde empfohlen, noch hab ich darüber gelesen, sondern ich schlenderte ganz normal durch den Buchladen und mir sprangen die DVDs ins Auge (da sie im Sonderangebot waren 😅). Auf dem Cover erkannte ich Maggie Smith ("Ahh cool, McGonnagal") und Hugh Bonneville ("Oh, der spielt in Paddington mit") und hab mich einfach mal rangewagt - beste Entscheidung ever!



Worum geht es in der Serie?

Wenn es eine Serie gibt, die man als 'very british' bezeichnen kann, dann ist das wohl diese hier. Die Serie beginnt im Jahr 1912 und dreht sich um das Leben der Crawley-Familie upstairs und den Bediensteten downstairs auf dem englischen Anwesen Downton Abbey in Yorkshire. Lord Grantham (Hugh Bonneville) lebt mit seiner Frau (Elizabeth McGovern) und seinen drei Töchtern in dem großen Haus und führt ein priviligiertes, aristokratisches Leben. Die Handlung beginnnt mit dem Untergang der Titanic: Mit ihr gingen auch zwei männliche Verwandte der Crawleys unter: die Erben des Anwesens, die im Falle des Todes von Lord Grantham das Vermögen und Anwesen übernommen hätten (da weibliche Nachfahren zu dieser Zeit nicht erben durften). Dieses Ereignis bringt nun alles durcheinander und bringt einen neuen Erben ins Spiel, den die Familie zuvor nie getroffen hat: Matthew Crawley (Dan Stevens), ein entfernter Cousin und Anwalt, zieht mit seiner Mutter Isobel (Penelope Wilton) nach Downton Abbey, um sich mit seinem zukünftigen Leben als Lord und seiner 'neuen' Familie vertraut zu machen. Das passt den Crawleys natürlich nicht so gut...

Universal Pictures Home Entertainment 
Auch wenn ich nun vor allem auf die Handlung upstairs eingegangen bin, gehört die Hälfte der Screentime genauso auch den Bediensteten. Da gibt es Kammerzofen, Hausmädchen, Butler und Chauffeure, die ebenfalls mit ihren eigenen Problemen zu kämpfen haben und rund um die Uhr dafür sorgen müssen, dass es ihren Vorgesetzten an nichts fehlt und das Haus sauber und präsentabel aussieht. 


Was macht die Serie so besonders?

Zunächst einmal sind es für mich die Figuren... Anders als in anderen Serie gibt es bei Downton einfach keine klaren Hauptfiguren, sondern es sind immer gut 20 Charaktere an der Handlung beteiligt und wichtig. Dabei werden trotz gesellschaftlicher Hierarchie zu dieser Zeit, die Figuren vollkommen gleich behandelt. Über die Staffeln hinweg bekommt jede Figur mal ihren "Moment to shine" und so lernen wir wirklich jeden einzelnen kennen und lieben. Auch das ist das Tolle an der Serie, wie ich finde: Es gibt keine Antagonisten. Natürlich entstehen Konflikte und Figuren tun unrecht, doch im Verlauf der Serie erfährt man oft, warum ein Charakter so gehandelt hat und verzeiht ihm oder ihr. 

Die komplette (!!!) Serie wurde übrigens von einer einzigen Person geschrieben, nämlich Julian Fellowes. Er kommt selbst aus der britischen Upperclass, wie man so schön sagt, und hat vor Downton schon einige Drehbücher oder auch Romane geschrieben, die sich immer wieder mit dem edwardischen oder viktorianischem Zeitalter in England auseinandersetzen. Für sein Drehbuch des Films Gosford Park, der absolut großartig und spannend ist, erhielt er übrigens auch einen Oscar! Dadurch das die Serie über 6 Staffeln hinweg also keinen Wechsel des Autorenteams verkraften musste, sondern sich im Erzähltempo oder -art nie veränderte, verliert Downton Abbey auch nie an Qualität. 

Ein bisschen konnte man es vielleicht auch schon aus der Handlung rauslesen, aber was ich zudem absolut liebe, ist die ständige Einbindung der Handlung in die (englische) Geschichte. Nicht nur, dass die Serie bis ins kleinste Detail mit authentischen Kostümen und Requisiten ausgestattet ist, es geht auch immer wieder um reale Ereignisse, die für die Charaktere eine wichtige Rolle spielen. Hier nur einige Beispiele: die jüngste Tochter des Lords (Jessica Brown-Findley) schließt sich der Frauenbewegung an, die für das Wahlrecht kämpft, die 2. Staffel widmet sich komplett dem ersten Weltkrieg und das Personal muss sich immer wieder mit neuen technischen Geräten, wie etwa dem Toaster oder einem Kühlschrank, auseinandersetzen. All dies hat mein Geschichtswissen wirklich enorm verbessert, sodass ich über diese Epoche wirklich noch sehr viel mehr erfahren möchte. Auch wenn ich kein großer Freund der heutigen britischen Monarchie bin und es absolut richtig war, diese Klassentrennungen und Lebensstile abzuschaffen, wie sie noch vor 100 Jahren existierten, find ich es sehr spannend, dass mir Downton Abbey zeigt, wie das Leben damals ausgesehen haben könnte, und mit welchen gesellschaftlichen und auch politischen Herausforderungen alle Menschen, ob adlig oder nicht, zu kämpfen hatten.

Auch die Kulisse ist einzigartig: Denn alle Szenen und Aufnahmen, die das "obere" Leben zeigen und wo sich Dinners, Bälle oder sonstige Veranstaltungen abspielen, wurden nicht in einem Studio gedreht, sondern auf Highclere Castle. Das Anwesen ist etwa eine Stunde von London entfernt und stellte sich aufgrund seiner Größe und der Einrichtung als die perfekte Location für die Serie heraus. Wie es sich als ultimativer Fan gehört, habe ich das Anwesen auch letztes Jahr besucht und es war so ziemlich der coolste Tag ever (Aber das verdient einen eigenen Post 😉).

Nein, kein Filmstill, sondern mein eigenes Foto <3
Am aller-allerschönsten allerdings sind einfach die Kostüme.. Da es zu der damaligen Zeit für Aristokraten üblich war, sich 3-4 Mal am Tag umzuziehen, sehen wir entsprechend auch eine Unmenge an Kostümen, Hüten und Kleidern, die einfach soooooooooooooooooooo hübsch sind und ich am liebsten alle tragen würde 😍 (bis mir dann wieder einfällt, dass heutzutage niemand mehr Hüte trägt ^^)


Am Anfang sagte ich schon, dass diese Serie seeeeeehr britisch ist, weshalb ich jedem von euch nur empfehlen kann, die Serie im Original zu gucken, denn es klingt einfach toll! All die Lords und Ladys mit diesem überaus deutlichen, gehobenen Akzent sprechen zu hören, lässt einen gleich selbst zur Adligen werden, aber auch an die lokalen Dialekte der Bediensteten von Irisch bis Schottisch und natürlich dem Yorkshire-Dialekt gewöhnt man sich mit der Zeit.


Die beste Figur?
Ohne Zögern ist meine Antwort da ganz klar: MAGGIE SMITH 💘 Sie spielt die Dowager Countess "Grafenwitwe" of Grantham, also die Mutter des Lords und sie ist die absolut BESTE. Mit ihren Zitaten hat sie sich ohnehin schon unsterblich gemacht, doch ihre Ratschläge als Mutter, Großmutter oder Freundin erweisen sich immer wieder als unentbehrlich. Wenn ihr sie als McGonnagal in Harry Potter mochtet, dann werdet ihr sie in Downton Abbey VERGÖTTERN (Und nein, ich übertreibe nicht!!!)



Der Film

Nach 6 Staffeln mit insgesamt 53 Folgen ist die Serie 2015 eigentlich zuende gegangen. Im Gegensatz zu Game of Thrones hab ich bisher auch von absolut niemandem irgendwelche Beschwerden über das Ende gehört ^^ Mehr Happy End ging echt nicht. Aber wie das dann meist so ist, war auch das nicht genug. Die Umsetzung einer weiteren Staffel erwies sich aufgrund der Verpflichtungen der Schauspieler dann als unmöglich (20 Hauptdarsteller nochmal zusammenzutrommeln, ist halt doch nicht so leicht), aber immerhin hat es dann nach 3 Jahren (!) geklappt, nochmal für einen Film zusammenzukommen - Thank God!



Um euch die Freude und Überraschung beim Schauen der Serie nun nicht vorweg zu nehmen, kommen einfach nur ein paar Hardfacts zum Film. Wenn ihr die Serie durchgesuchtet habt, ist es sowieso unmöglich, sich den Film dann nicht anzuschauen ;)


  • Der Film spielt 1927
  • Die Königin & der König kommen zu Besuch
  • Alle Charaktere der Serie sind mit dabei
  • Es wird gelacht. Es wird geweint. 💕
Ich könnte wahrscheinlich noch stundenlang weiterschreiben und Aspekte erwähnen, die die Serie so unwiderstehlich machen. Natürlich bin ich bei diesem Post vor allem davon ausgegangen, dass ihr die Serie nicht kennt, aber vielleicht (bzw. HOFFENTLICH) gibt es ja schon ein paar Fans unter euch, die mit Downton Abbey schon vertraut waren. Wenn ihr also Lust habt, ein bisschen darüber zu plaudern, dann kontaktiert mich gerne: msstewartmrpattinson@gmail.com oder auf unserer Facebook-Seite ;)

Laut der Bingeclock dauert es übrigens 2 ganze Tage und 8 Stunden, die komplette Serie durchzuschauen. Da der Film erst am 19. September 2019 ins Kino kommt, habt ihr also theoretisch noch Zeit pünktlich zum Kinostart auf dem neuesten Stand zu sein #nichtsistunmöglich 😄 Natürlich könnt ihr euch auch - YouTube sei Dank - diverse Recap-Videos anschauen. Allerdings werdet ihr dann ziemlich gespoilert, denn auch Downton Abbey ist nicht frei von Toden, Affären und Geheimnissen ;)

Und um schön intertextuell zu bleiben, werf ich zum Abschluss mal dieses La La Land Zitat in den Raum:
"People love what other people are passionate about."
Ich glaube, dass ich diese Serie sehr magt, hab ich mehr als deutlich gemacht und ich hoffe, meine Leidenschaft hat euch nun angesteckt 😊 Alle Staffeln, auf deutsch und auf englisch, gibt es übrigens auf Amazon Prime! Ein bisschen Twilight steckt übrigens auch in Downton Abbey: In ein paar Folgen spielt Myanna Buring mit, in Breaking Dawn spielt sie Tanya. Beide ihre Rollen sind zwar eher unsympathisch, aber *hey* die Connection ist da :D

--- Rezension nach dem *Klick*

Montag, 2. September 2019

SEBERG - Kristen auf den Filmfestspielen in Venedig


Wenn man, wie wir, seit vielen Jahren Kristens (und Robs) Karrieren verfolgt, dann gehören Filmfestivals mittlerweile ja schon zur Routine. Ob Sundance, Cannes, Toronto oder die Berlinale, die Filme der beiden liefen eigentlich schon auf jedem großen, wichtigen Festival. Nichtsdestotrotz sind wir ja nicht wie der FC Bayern München und nehmen jeden Sieg als selbstverständlich hin, sondern sind immer wieder aufgeregt und stolz wie Bolle, wenn es ein Film in die Auswahl geschafft hat.



Ich glaube, auch meine Liebe zu Filmfestivals ist erst dadurch entstanden, dass ich irgendwann nicht nur noch die Berichterstattung zu Rob und Kristens Premieren und Filmen verfolgt, sondern auch immer mehr auf die anderen Beiträge im Programm geachtet habe. Mittlerweile kann ich mir ein Jahr ohne Filmfestival-Besuche gar nicht mehr vorstellen - es ist dann doch einfach nochmal eine ganz andere Atmosphäre auf so einem Festival.. Die Säle sind immer voll, es ist ein durchgemischtes, internationales Publikum und die meisten Gespräche, die man aufschnappt drehen sich um Filme. 😍

Nun aber zurück zu Kristen: Mit viel Spannung erwartet, wurde SEBERG am Freitag das erste Mal der Öffentlichkeit präsentiert und feierte seine Weltpremiere in Venedig. Da ich letztes Jahr nur eine Woche vor Festivalbeginn im Urlaub in Venedig, und zufälligerweise genau auf dem Lido (also diesem kleinen Inselstreifen, auf dem das Festival ausgerichtet wird) übernachtet habe, habe ich ein bisschen Festivalluft schnappen können ;) Für mich war der Lido (ja, es heißt DER..) wie eine Miniversion von Cannes (auch wenn ich noch nie in Cannes war ^^) - es gibt einen riesigen, breiten Sandstrand, die Straßen sind mit Palmen bepflanzt und ziemlich offensichtlich leben auf dieser Insel nur superreiche Menschen 😄
Das Wahrzeichen des Festivals: Der goldene Löwe!
Hier wird der rote Teppich ausgerollt.
Das Hotel Excelsior - direkt neben dem Filmpalast

Normaler Anfahrtsweg in Venedig: Das Wassertaxi
SEBERG ist nicht der erste Film, für den Kristen nach Venedig geflogen ist. 2015 war sie bereits dort, um Equals vorzustellen. Ich find es ja immer sehr schade für die Filmemacher*innen und Schauspieler*innen, dass sie zwar in so eine tolle Stadt wie Venedig eingeladen werden, aber von der Stadt selbst überhaupt nichts mitbekommen.. Aber da ich mir nun den logistischen Aufwand vorstellen kann, ist es wohl einfach nicht machbar, die Filmteams länger als nötig vor Ort unterzubringen, schon gar nicht während der ohnehin völlig überlasteten Sommersaison.. Daher war Kristen also nur für ca. 24 Stunden auf dem Festival. Ein Haufen Kohle sie dafür bestimmt trotzdem bekommen 💁

Kristens Ankunft


PRESSEKONFERENZ

Bevor ich zu den Kritiken zum Film komme, gibt es hier erst einmal ein paar Fotos von Kristen. Wie schon so oft, ist das hier kein Fashion-Blog oder sonstiges Klatschmagazin, aber als Fan habe ich trotzdem das Bedürfnis, mich zu ihrem Auftreten und Outfit zu äußern. 😁 Dass Kristen seit Jahren den "i don't care about my hair" Look trägt, ist für uns noch immer schwierig zu verkraften (ja, wir trauern den langen Bella-Haaren nach), aber ändern können wir es wohl nicht mehr 😁 Ich hasse hasse hasse diese blonden Strähnchen und zur Zeit hasse ich noch mehr, dass diese schon deutlich über die Toleranzgrenze des rauswachsenden Haaransatzes hinausgehen und es jetzt einfach nur ungepflegt und seltsam aussieht. Ihre Haarfarbe kann man gar nicht richtig beschreiben. Ist es blond mit dunklen Strähnen? Oder Dunkel mit blonden Strähnen? Gestreift? Gemischt? Halb/Halb? Meine Oma würde vermutlich sagen "So kannst du doch nicht rumlaufen" und ich als brave Enkelin würde natürlich auf sie hören, deshalb kann ich es nicht nachvollziehen, wieso ihr keine Ahnung wieviel köpfigen Stylingteams und ihre Freunden (ist ihr bester Freund CJ nicht Friseur? Dem sollte man seine Lizenz wegnehmen) sie da nicht mal besser beraten können und ihr eine halbwegs akzeptable Frisur andrehen können... Schließlich werden sie doch dafür bezahlt!😆 Die Länge der Haare gibt doch mittlerweile wieder viel her, um neue Sachen auszuprobieren,... Jaja, ein klarer Fall von #firstworldproblems, ich weiß 🙈


Anywayyyyyyy, das leicht tupierte Haar am Hinterkopf find ich TOLL und auch das dezente Make-Up gefällt mir richtig gut. Das Outfit ist sehr Kristen-like: Schick, aber nicht zu aufgebrezelt 😊 Sie hatte ja schon immer ihre privaten Lieblingsteile, die sie gefühlt immer trägt, so auch diese Ketten mit den Schlössern dran. Täusch ich mich, oder hat sie die eine Kette mit einer Sicherheitsnadel "gerettet", damit sie nicht auseinanderfällt? Typisch Kristen, sie hätte ja auch einfach zum Juwelier gehen können 😂


Hier ist sie zusammen mit Regisseur Benedict Andrews (links neben ihr) und ihren Co-Stars. 
v.l.n.r. Anthony Mackie, Zazie Beetz, Kristen, B. Andrews, Jack O'Connell, Sarah Margaret Qualley

An ihren Armen und Handgelenken hat Kristen mittlerweile so viele Tattoos, die ich noch nie gesehen habe. Ich mag eigentlich so kleine Symbole oder Nummern, die nicht so in your face TATTOO schreien - Bei Kristen würde es mich auch SO interessieren, was jedes einzelne für sie eigentlich bedeutet, aber das werden wir wohl nie herausfinden.. 😕


Leider hab ich die Pressekonferenz nicht live verfolgt und bisher noch kein vollständiges Video online gefunden, sondern nur einzelne Clips. Aber damit ihr immerhin für 1 Minute Kristens Stimme hören könnt, gibt es hier ein kurzes Video:


KRITIKEN

Kommen wir zum vielleicht spannendsten Abschnitt dieses Posts, den Kritiken. Der Film wurde mit großer Spannung erwartet. Na klar, "Arthouse"-Königin Kristen Stewart schlüpft in die Rolle der Nouvelle Vague Ikone Jean Seberg. Da kann man gar nicht anders, als sich drauf zu freuen! Ich glaube, so ging es den Kritiker*innen auch, und die Erwartungen wurden ziemlich hochgeschraubt.. Deshalb ist es ein wenig traurig, aber vielleicht auch nicht super überraschend, dass in den Augen vieler Journalist*innen der Film eher enttäuscht hat.. 

Ich weiß nicht, wie es euch ging, aber ich bin nicht sehr vertraut mit dem Leben von Jean Seberg. Als Filmstudentin kommt man um die Nouvelle Vague im Filmgeschichts-Seminar zwar nicht drumrum, und so sagte mir Jean Seberg (und natürlich der Klassiker Außer Atem 💘) durchaus etwas, aber darüber hinaus und vor allem ihre Aktivitäten außerhalb der Filmbranche waren mir völlig unbekannt. Umso krasser lesen sich Abschnitte der Rezensionen, in denen es um den Kontext des Films geht. Bestimmt nicht ganz zufällig kommt Seberg nun genau 40 Jahre nach dem Tod von Jean Seberg ins Kino und lenkt so den Blick noch einmal auf ihr Leben und ihre außergewöhnliche Persönlichkeit. 

Auf meiner Timeline poppte zufällig (oder wahrscheinlicher eher nicht zufällig, Algorithmen sei Dank 😅) ein Artikel von Spiegel Online auf, die vor einigen Jahren einen ausführlichen Bericht über den bis heute ungeklärten Tod der Schauspielerin schrieben und ihre Verbindung zum FBI genauer erläutern, sehr lesenswert! 

Sie verkörperte die Unschuld, doch sie hatte mächtige Gegner. Da Jean Seberg die Black Panther unterstützte, geriet die Schauspielerin 1969 ins Visier des FBI. Die Agenten zerstörten ihre Karriere - und ihr Leben.

Würde der Film nicht mit Kristen in der Hauptrolle sein, würde ich jetzt wahrscheinlich sagen: "Spart euch den Film und lest einfach diesen Artikel", denn dadurch hab ich eigentlich schon alles erfahren, was in dem Film wohl behandelt wird. 🙆

Ganz so drastisch wie es erste Twitter-Reaktionen erahnen ließen, lesen sich die längeren Rezensionen übrigens nicht. Der Film ist keine Katastrophe, aber besonders gut ist er auch nicht.. Ich habe natürlich nicht JEDE Veröffentlichung gelesen, aber checke eigentlich immer, was meine 'wichtigsten' Quellen in Sachen Filmkritiken schreiben (Indiewire, Variety, THR, ...). Darüber hinaus mache ich mir aber auch immer ein Bild der deutschen Kritiken, da die amerikanische und deutsche Presse doch ganz schön oft andere Geschmäcker hat. So auch bei Seberg (oder wie der deutsche Titel bisher noch lautet: AGAINST ALL ENEMIES). 

Filmstarts gab dem Film 2 von 5 Sternen...
(Auszug) Der Regisseur und sein Autorenduo Joe Shrapnel und Anna Waterhouse illustrieren darin, wie der gnadenlose Überwachungsapparat der Bundesbehörde FBI unter Führung von J. Edgar Hoover die politisch aktive Schauspielerin in die Depression treibt. In einzelnen Szenen ist das auch eindringlich, vor allem dank der starken Hauptdarstellerin Kristen Stewart. Aber darüber hinaus gelingt es den Machern nicht, eine tatsächlich interessante oder erhellende Geschichte zu erzählen.

Kino-zeit wiederum wirkte von dem Film eigentlich ganz angetan, das lese ich sogar als Filmempfehlung: 

(Auszug) Against all Enemies ist eindeutig ein melancholischer Liebesbrief an Jean Seberg, ihr Talent und Trauern um ihr Potential als Aktivistin, Schauspielerin und Mensch. Kirsten Stewart, die durchaus ähnliche Erfahrungen, zumindest mit der Presse, gemacht hat, weiß sich hervorragend in ihre Figur hineinzuarbeiten. Sie trägt diesen ansonsten eher konventionellen Film auf ihren Schultern und macht ihn besonders.

Blickpunkt-Film lobt immerhin Kristen <3 
(Auszug) Es ist vor allem Kristen Stewarts' Film, die nach Joan Jett in The Runaways" zum zweiten Mal eine reale Figur spielt und gerade deshalb so überzeugt, weil es ihr gelingt, die Figur zu verinnerlichen, aber auf eines so faszinierende Weise, dass sie dabei doch immer Kristen Stewart bleiben kann: Ihr Spiel ist es, woran man sich in "Seberg" erinnert, nicht seine etwas zu ausgestellt wirkenden Dekors.
Moviepilot hat anstatt einer reinen Rezension übrigens gleich einen Artikel nur über Kristen verfasst und beschäftigt sich am Ende mit der spannenden Frage, wie es eigentlich um Kristens Filmkarriere aussieht. Schließlich hat sie jetzt einige mittelmäßige Arthouse-Filme gemacht (JT Leroy, Seberg), und ist bald auch für ein breiteres Publikum in 3 Engel für Charlie und Underwater zu sehen.. Spannender Artikel, lest ihn euch durch! 
Against All Enemies, der außer Konkurrenz bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig läuft, ist kein besonders gutes Biopic, aber ein spannender Kristen Stewart-Film.
Ganz interessant fand ich eigentlich die Beschreibung des Films von Indiewire, (die den Film zwar heftig zerreissen, aber immerhin Kristen sehr sehr feiern): 

LA LA LAND trifft DAS LEBEN DER ANDEREN. 

Das muss ein Film erstmal schaffen ^^ Wo sich wiederum alle einig sind ist Kristens Leistung. Sie trägt den Film und sorgt mit ihrer Darbietung dafür, dass der Film nicht komplett auseinanderfällt. Liest sich doch schonmal gut - da sie die Hauptrolle ist, fällt es mir auch nicht so schwer, mich auf einen mittelmäßigen Film einzulassen, denn immerhin ist sie oft zu sehen.. Bei Billy Lynn's blablabla hab ich mich, wissend das Kristen nur zwei Szenen hat, einfach nicht aufraffen können, diesen Film zu schauen 😆 "Oscarwürdig" ist mittlerweile ja auch schon ganz schön abgelutscht, aber es ist trotzdem schön das in Bezug auf Kristen zu lesen. Da der Film in der Award-Season nach diesen Kritiken wohl weniger eine Rolle spielen wird, ist auch eine Nominierung für Kristen eher unwahrscheinlich. Sie ist halt noch keine Meryl :( Naja, Kristen hat ja wirklich noch alle Zeit der Welt und wir erinnern uns, sie hat als einzige US-amerikansiche Schauspielerin einen César 👌

Kurzer Exkurs zu ihrem Co-Star Zazie Beetz: Die Schauspielerin kommt ursprünglich aus Berlin *Winner*, hat aber vor ein paar Jahren den Sprung nach Hollywood geschafft und spielt jetzt einfach in den Mega-Blockbustern mit. Ich hab mir ein Interview angeschaut, wo sie ganz locker und suuuuper sympathisch erzählt, dass sie eine Zeit lang bei H&M im Alexa gearbeitet hat... und zack, ein paar Jährchen später steht sie neben Kristen auf dem roten Teppich in Venedig 😎 Leute, ALLES IST MÖGLICH! 

PREMIERE 

 Kristen hat sich für die PINK PANTHER Variante entschieden. we like!






Die Premiere war am späten Abend und da der Film außer Konkurrenz gelaufen ist, und somit bei der Preisverleihung für die Goldenen Löwen keine Rolle spielen wird, ist Kristen schon am nächsten Tag wieder abgereist. (Glaub ich zumindest ^^) 


Ausblick

Seberg tingelt trotzdem noch auf einigen Festivals und auch wenn wir den Film und die Kritiken mit weniger Spannung erwarten, freuen wir uns natürlich trotzdem total auf weitere Interviews, Videos, Premieren, und und und... wie gesagt, wir sind ja nicht die Bayern 😃 In Toronto hat Seberg übrigens AM SELBEN Tag wie The Lighthouse Premiere.. Rob & Kristen sollen auch beide vor Ort sein. Das nur mal so am Rande. #hyped #ohmygoodness




Noch mehr Bilder von der Premiere und der Pressekonferenz gibt's hier // Alle Bilder via KStewart Brasil